Fenster austauschen – worauf achten? | ProjektX Ausbau

Die wichtigsten Entscheidungen beim Fenstertausch.

Alte Fenster sind Energieschleudern. Im Winter zieht es, die Heizung läuft auf Hochtouren, und trotzdem bleibt es ungemütlich. Was viele unterschätzen: Durch veraltete Fenster geht bis zu 25 Prozent der Heizwärme verloren. Ein Fenstertausch ist eine der wirksamsten Maßnahmen für mehr Wohnkomfort und niedrigere Energiekosten – wenn er richtig gemacht wird.

Doch neue Fenster sind nicht gleich neue Fenster. Material, Verglasung, Einbauqualität und das Zusammenspiel mit der Gebäudehülle entscheiden über den Erfolg. Dieser Beitrag zeigt, worauf Sie beim Fensteraustausch in der Wohnungssanierung Berlin achten müssen, um das Beste aus Ihrer Investition herauszuholen.

Wann sollten Fenster getauscht werden?

Nicht jedes ältere Fenster muss sofort raus. Aber bestimmte Anzeichen sprechen klar für einen Austausch:

  • Alter über 25-30 Jahre: Fenster aus den 80er und 90er Jahren haben meist nur Einfach- oder frühe Zweifachverglasung – energetisch überholt
  • Einfachverglasung: Ein klarer Fall – hier ist der Austausch praktisch immer wirtschaftlich
  • Beschlagene Scheiben: Feuchtigkeit zwischen den Scheiben zeigt defekte Dichtungen
  • Zugluft trotz geschlossener Fenster: Undichte Rahmen oder verzogene Flügel
  • Schweres Öffnen und Schließen: Verzogene Rahmen, verschlissene Beschläge
  • Kondenswasser an der Innenseite: Zu kalte Oberflächen durch schlechte Dämmung
  • Hohe Heizkosten: Wenn die Heizung ständig läuft, aber es nicht warm wird

Häufige Frage: Lohnt sich der Austausch bei Zweifachverglasung?

Kommt auf das Alter an. Moderne Zweifachverglasung mit Wärmeschutzbeschichtung (seit ca. 1995) erreicht U-Werte um 1,1 W/(m²K) – noch akzeptabel. Ältere Zweifachverglasung ohne Beschichtung liegt bei 2,5-3,0 und sollte getauscht werden. Dreifachverglasung erreicht heute 0,5-0,7 – ein deutlicher Sprung.

Das richtige Material wählen

Fensterrahmen gibt es in vier Hauptmaterialien. Jedes hat Vor- und Nachteile – die richtige Wahl hängt von Ihren Prioritäten ab.

Kunststofffenster

Der Klassiker für Preis-Leistung. Kunststofffenster sind pflegeleicht, langlebig und erreichen gute Dämmwerte. Sie sind die wirtschaftlichste Option und decken die meisten Anforderungen ab. Nachteil: Die Optik wirkt weniger hochwertig als Holz oder Aluminium.

Holzfenster

Die natürliche Option mit besten Dämmeigenschaften. Holz reguliert Feuchtigkeit, hat eine angenehme Haptik und passt ideal zu Altbauten. Nachteil: Holzfenster brauchen regelmäßige Pflege – alle paar Jahre streichen oder lasieren.

Holz-Aluminium-Fenster

Das Beste aus beiden Welten: Holz innen für Wohnlichkeit und Dämmung, Aluminium außen für Witterungsschutz und Pflegeleichtigkeit. Die Premium-Lösung – entsprechend teurer, aber praktisch wartungsfrei.

Aluminiumfenster

Schlank, modern, extrem langlebig. Aluminium ermöglicht schmale Rahmenprofile und große Glasflächen. Ohne thermische Trennung allerdings schlecht gedämmt – achten Sie auf Modelle mit Isolierstegen.

Empfehlung: Für die meisten Wohnungen sind Kunststofffenster die beste Wahl. Bei Altbauten mit Denkmalschutz oder besonderem Anspruch lohnt sich Holz oder Holz-Alu.

Verglasung: Der Schlüssel zur Dämmung

Die Verglasung macht den größten Teil der Fensterfläche aus – und bestimmt maßgeblich die Energieeffizienz. Der wichtigste Kennwert ist der U-Wert: Je niedriger, desto besser die Dämmung.

 

Verglasungsarten im Vergleich

  • Zweifachverglasung modern: Ug-Wert ca. 1,0-1,1 W/(m²K). Standard für viele Anwendungen, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Dreifachverglasung: Ug-Wert ca. 0,5-0,7 W/(m²K). Beste Dämmung, heute Standard bei Neubauten und energetischen Sanierungen.
  • Schallschutzglas: Spezielle Aufbauten für bessere Schalldämmung. Wichtig bei Straßenlärm.
  • Sicherheitsglas: VSG (Verbundsicherheitsglas) oder ESG (Einscheibensicherheitsglas) für erhöhten Einbruchschutz.

Häufige Frage: Brauche ich Dreifachverglasung?

Für Förderung: Ja, meist vorgeschrieben. Für den Alltag: In den meisten Fällen empfehlenswert. Die Mehrkosten gegenüber Zweifachverglasung sind gering, die Einsparung bei Heizkosten spürbar. Nur bei sehr warmen Lagen oder wenn die Außenwand ohnehin schlecht gedämmt ist, kann Zweifachverglasung ausreichen.

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Der U-Wert erklärt

Beim Fenster gibt es mehrere U-Werte – das kann verwirren:

  • Ug-Wert: Nur das Glas (g = glazing). Liegt bei modernen Fenstern bei 0,5-1,1.
  • Uf-Wert: Nur der Rahmen (f = frame). Je nach Material 0,8-1,8.
  • Uw-Wert: Das gesamte Fenster (w = window). Das ist der entscheidende Wert für die Energiebilanz.

Für Förderungen gilt meist ein maximaler Uw-Wert von 0,95 W/(m²K). Achten Sie darauf, dass dieser Wert eingehalten wird – nicht nur der Ug-Wert des Glases.

 

Der Einbau entscheidet

Das beste Fenster nützt nichts, wenn es schlecht eingebaut wird. Durch Fugen und unsaubere Anschlüsse geht mehr Energie verloren als durch eine schlechtere Verglasung. Die Qualität der Montage ist mindestens so wichtig wie die Qualität des Fensters.

Häufiger Fehler: Billiger Einbau mit Bauschaum und gut. Das funktioniert nicht. Bauschaum allein dichtet weder luftdicht noch schlagregendicht ab. Die Folge: Zugluft, Feuchteschäden, Schimmel an den Leibungen.

 

RAL-Montage – der Standard

Die RAL-Montage definiert den fachgerechten Fenstereinbau nach dem Prinzip: innen dichter als außen. Das bedeutet:

  • Innenseite: Luftdichte Abdichtung mit Folie oder Kompriband, um Raumfeuchte vom Anschluss fernzuhalten
  • Fuge: Wärmedämmung mit Schaum oder Dämmstoff
  • Außenseite: Schlagregendichte, aber diffusionsoffene Abdichtung, damit Feuchtigkeit entweichen kann

Tipp: Bestehen Sie auf RAL-Montage und lassen Sie sich das schriftlich bestätigen. Bei Förderanträgen ist der fachgerechte Einbau ohnehin Voraussetzung.

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Kosten und Förderung

Die Kosten für neue Fenster hängen von Größe, Material, Verglasung und Einbauaufwand ab. Als grobe Orientierung:

  • Kunststofffenster: 300-600 € pro Fenster (Standard-Größe, inkl. Einbau)
  • Holzfenster: 400-800 € pro Fenster
  • Holz-Alu-Fenster: 600-1.200 € pro Fenster
  • Sonderformen: Dachfenster, bodentiefe Fenster oder Sondermaße kosten entsprechend mehr

 

Förderung nutzen

Für den Fensteraustausch gibt es BAFA-Zuschüsse im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Die Förderung beträgt 15% der förderfähigen Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sogar 20%. Voraussetzung: Der Uw-Wert muss maximal 0,95 W/(m²K) betragen, und ein Energieberater muss die Maßnahme begleiten.

 

Besonderheiten in Berlin

In Berlin gibt es einige besondere Aspekte beim Fenstertausch:

  • Altbauten: Oft Sondermaße und besondere Anforderungen an die Optik. Maßanfertigung statt Standard.
  • Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Gebäuden gelten Auflagen – oft sind Kunststofffenster nicht erlaubt, die Optik muss dem Original entsprechen.
  • Schallschutz: An stark befahrenen Straßen lohnt sich Schallschutzglas. Der Aufpreis ist überschaubar, der Gewinn an Ruhe enorm.
  • Lüftung beachten: Sehr dichte neue Fenster in schlecht gedämmten Altbauten können zu Schimmel führen, wenn nicht ausreichend gelüftet wird. Ggf. Lüftungsanlage oder Fensterfalzlüfter einplanen.

Bei ProjektX Ausbau beraten wir Sie zum richtigen Fenster für Ihre Situation – ob Altbau oder Neubau, Standardlösung oder Sonderanfertigung. Wir koordinieren Aufmaß, Bestellung und fachgerechte Montage nach RAL-Standard.

Fazit: Gut geplant ist halb getauscht

Ein Fenstertausch ist eine Investition, die sich langfristig auszahlt – durch niedrigere Heizkosten, mehr Komfort und gesteigerten Immobilienwert. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Auswahl von Material und Verglasung, vor allem aber im fachgerechten Einbau. Sparen Sie nicht am falschen Ende: Ein mittelmäßiges Fenster mit exzellenter Montage schlägt ein Premiumfenster mit schlechtem Einbau.

Nutzen Sie die verfügbaren Förderungen – bis zu 20% Zuschuss sind möglich. Und denken Sie bei Altbauten an das Lüftungskonzept, damit die neuen dichten Fenster nicht zum Schimmelproblem werden. Mit der richtigen Planung wird Ihr Fenstertausch zum Erfolg.

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