Dusche oder Badewanne? | ProjektX Ausbau
Vor- und Nachteile für Berliner Haushalte
Die Gretchenfrage jeder Badsanierung Berlin: Dusche oder Badewanne? In Berliner Altbauten mit ihren oft kompakten Bädern ist die Entscheidung besonders wichtig – der Platz ist begrenzt, und was einmal eingebaut ist, bleibt für Jahre. Die richtige Wahl hängt von Ihrer Lebenssituation, dem verfügbaren Platz und Ihren persönlichen Vorlieben ab.
Dieser Beitrag hilft Ihnen bei der Entscheidung: Wir vergleichen Vor- und Nachteile, zeigen Kombinationslösungen und geben Empfehlungen für verschiedene Lebenssituationen.
Die Dusche: Vorteile und Nachteile
Vorteile der Dusche
- Platzsparend: Eine Dusche braucht weniger Grundfläche als eine Badewanne – entscheidend in kleinen Berliner Bädern
- Schnell und praktisch: Für die tägliche Körperpflege effizienter als ein Bad
- Barrierefrei möglich: Bodengleiche Duschen sind sicher und zukunftsfähig
- Wasser- und energiesparend: Ein Duschgang verbraucht ca. 40-50 Liter, ein Vollbad 150-200 Liter
- Modern und wertsteigernd: Großzügige Walk-In-Duschen sind gefragt
Nachteile der Dusche
- Kein Entspannungsbad: Duschen ist funktional, aber nicht zum Relaxen
- Unpraktisch mit kleinen Kindern: Babys und Kleinkinder baden, sie duschen nicht
- Manche Mieter/Käufer erwarten Badewanne: Kann den Vermietungs- oder Verkaufswert beeinflussen
Die Badewanne: Vorteile und Nachteile
Vorteile der Badewanne
- Entspannung und Wellness: Ein heißes Bad ist Erholung pur – Dusche kann das nicht ersetzen
- Ideal für Familien: Kinder lieben Baden, und es ist praktischer als Duschen mit Kleinkindern
- Vielseitiger: In der Wanne kann man auch duschen (mit Brause)
- Wertstabil: Viele Mieter und Käufer setzen eine Badewanne voraus
- Gesundheitliche Vorteile: Warme Bäder helfen bei Muskelverspannungen, Erkältungen, Stress
Nachteile der Badewanne
- Hoher Platzbedarf: Eine Standardwanne (170 × 75 cm) braucht viel Grundfläche
- Hoher Wasser- und Energieverbrauch: Vollbäder sind teuer
- Nicht barrierefrei: Der hohe Einstieg ist für Senioren und Menschen mit Einschränkungen problematisch
- Wird oft nicht genutzt: Viele Menschen haben eine Wanne, nutzen aber nur die Dusche
Wer braucht was? Empfehlungen nach Lebenssituation
Singles und Paare ohne Kinder
In den meisten Fällen ist eine großzügige Dusche die bessere Wahl. Sie nutzen die Wanne ohnehin selten, und eine Walk-In-Dusche wertet das Bad optisch auf. Ausnahme: Sie sind Wellness-Fans und nehmen regelmäßig Bäder.
Familien mit kleinen Kindern
Eine Badewanne ist fast unverzichtbar. Babys und Kleinkinder werden gebadet, nicht geduscht. Wenn der Platz es erlaubt: Dusche und Wanne. Sonst: Duschbadewanne als Kompromiss.
Senioren und Menschen mit Einschränkungen
Bodengleiche Dusche, eindeutig. Der hohe Wanneneinstieg ist ein Sturzrisiko. Wer nicht auf Bäder verzichten will, kann über eine Badewanne mit Tür nachdenken – aber die sind teuer und störanfällig.
Vermieter
Überlegen Sie, wer Ihre Zielgruppe ist. Familienwohnungen (3+ Zimmer) sollten eine Badewanne haben. Kleine Wohnungen für Singles profitieren mehr von einer modernen Dusche.
Kombinationslösungen für kleine Bäder
Wenn Sie sich nicht entscheiden können oder wollen – es gibt Alternativen:
Duschbadewanne
Eine Badewanne mit integriertem Duschbereich. Vorne breiter (zum Duschen), hinten schmaler. Sie können beides nutzen, brauchen aber nur eine Armatur und einen Ablauf.
Vorteil: Beides auf kleinem Raum
Nachteil: Kompromiss – weder optimale Dusche noch optimale Wanne
Platzbedarf: Wie normale Badewanne (ca. 170 × 75-85 cm)
Dusche über Badewanne
Die klassische Lösung: Badewanne mit Duschbrause und Spritzschutz (Duschvorhang oder Glaswand). Funktional, aber nicht besonders komfortabel beim Duschen.
Vorteil: Günstig, beide Optionen vorhanden
Nachteil: Hoher Einstieg zum Duschen, Spritzwasser-Probleme
Beides – wenn der Platz reicht
Ab etwa 8-10 m² Badgröße ist oft Platz für separate Dusche und Badewanne. Das ist die komfortabelste Lösung, aber in Berliner Altbauten selten realisierbar.
Häufige Frage: Kann ich die Badewanne durch eine Dusche ersetzen?
Ja, das ist einer der häufigsten Wünsche bei Badsanierungen. Der Platz, den die Wanne freimacht, kann für eine großzügige bodengleiche Dusche genutzt werden – oft wirkt das Bad danach größer und moderner. Technisch ist der Umbau unkompliziert.
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Was kostet was?
Ein Kostenvergleich für typische Einbausituationen in Berlin:
- Standard-Duschwanne mit Kabine: 1.500-3.000 € (inkl. Installation)
- Bodengleiche Dusche mit Glasabtrennung: 3.000-6.000 €
- Walk-In-Dusche großzügig: 4.000-8.000 €
- Standard-Badewanne: 1.500-3.000 €
- Freistehende Designwanne: 3.000-8.000 €
- Duschbadewanne: 2.000-4.000 €
- Umbau Wanne zu Dusche: 4.000-8.000 € (komplett)
Was sagt der Markt? Wiederverkaufs- und Vermietungswert
Ein wichtiger Aspekt, wenn Sie nicht ewig in der Wohnung bleiben:
- Familienwohnungen (3+ Zimmer): Eine Badewanne wird oft erwartet. Fehlt sie, kann das den Kreis der Interessenten einschränken.
- Kleine Wohnungen (1-2 Zimmer): Hier ist eine moderne Dusche oft attraktiver als eine alte Wanne. Singles und Paare schätzen den Platzgewinn.
- Hochwertige Sanierung: Eine großzügige Walk-In-Dusche wird als modern und wertsteigernd wahrgenommen.
- Zwei Bäder: Ideal ist ein Bad mit Wanne (für Kinder/Gäste) und ein Bad mit großer Dusche (Master-Bad).
Berliner Trend: In den letzten Jahren hat sich der Trend klar zur Dusche entwickelt – besonders zur bodengleichen Walk-In-Dusche. Badewannen werden seltener eingebaut, aber in Familienwohnungen nach wie vor geschätzt.
Besonderheiten in Berliner Altbauten
Die typischen Berliner Altbaubäder stellen besondere Anforderungen:
- Kleine Grundfläche: Viele Bäder haben nur 4-5 m². Hier ist eine großzügige Dusche oft die einzig sinnvolle Lösung.
- Hohe Decken: Berliner Altbauten haben oft 3 m Deckenhöhe oder mehr. Das kann bei Walk-In-Duschen ohne Decke optisch ungünstig wirken – gute Planung ist wichtig.
- Bodenaufbau: Für bodengleiche Duschen muss der Boden abgesenkt werden. Bei Holzbalkendecken ist das aufwendiger als bei Betondecken.
- Innenbäder: Viele Altbaubäder haben kein Fenster. Hier ist gute Entlüftung besonders wichtig – bei Wannen mit mehr Wasserdampf noch kritischer als bei Duschen.
Häufige Frage: Passt eine bodengleiche Dusche in jedes Altbau-Bad?
Fast immer, aber der Aufwand variiert. Bei Betondecken ist es einfacher, bei Holzbalkendecken braucht es mehr Planung. In extremen Fällen (sehr geringe Aufbauhöhe) kann eine flache Duschwanne mit niedrigem Einstieg die Alternative sein.
Die Entscheidungshilfe: 5 Fragen
Beantworten Sie diese Fragen für sich:
- Wie oft nehmen Sie ein Vollbad? Weniger als einmal pro Woche? Dann brauchen Sie vermutlich keine Wanne.
- Leben Kinder unter 6 Jahren im Haushalt? Dann ist eine Badewanne sehr praktisch.
- Wie groß ist Ihr Bad? Unter 6 m² wird es mit Wanne eng.
- Planen Sie, lange in der Wohnung zu bleiben? Dann bauen Sie für sich. Verkaufen Sie bald? Dann bedenken Sie den Markt.
- Haben Sie körperliche Einschränkungen oder rechnen damit? Dann ist eine bodengleiche Dusche die sichere Wahl.
Unser Rat: Entscheiden Sie nach Ihrer tatsächlichen Nutzung, nicht nach dem, was Sie theoretisch möchten. Wer seit Jahren keine Wanne mehr benutzt hat, wird es auch nach der Sanierung nicht tun.
Fazit: Es gibt keine falsche Antwort
Dusche oder Badewanne – beide Optionen haben ihre Berechtigung. Die richtige Wahl hängt von Ihrer Lebenssituation, dem verfügbaren Platz und Ihren Gewohnheiten ab. In kleinen Berliner Bädern ist die Dusche oft die praktischere Lösung, während Familien auf die Wanne nur ungern verzichten.
Bei ProjektX Ausbau beraten wir Sie gerne vor Ihrer Badsanierung. Wir schauen uns Ihr Bad an, besprechen Ihre Wünsche und zeigen, was in Ihrem Raum möglich ist – ob großzügige Walk-In-Dusche, platzsparende Duschbadewanne oder doch die klassische Lösung mit separater Wanne und Dusche.
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