Teilsanierung Wohnung Berlin | ProjektX Ausbau

Gezielt sanieren statt alles auf einmal – die kluge Alternative

Nicht jede Sanierung muss eine Komplettsanierung sein. Oft ist das Bad aus den Siebzigern das Problem, während der Rest der Wohnung noch Jahre hält. Oder die Elektrik ist am Limit, aber Böden und Wände sind in Ordnung. In solchen Fällen ist eine Teilsanierung die wirtschaftlich klügere Wahl: Sie investieren gezielt dort, wo es nötig ist – und sparen sich den Rest.

Die Kunst liegt in der richtigen Priorisierung. Welche Bereiche brauchen sofort Aufmerksamkeit? Was kann warten? Und wie plant man Teilsanierungen so, dass sie später sinnvoll erweitert werden können? Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Ihre Wohnungssanierung in Berlin Schritt für Schritt auf Vordermann bringen.

Was ist eine Teilsanierung?

Bei einer Teilsanierung werden einzelne Bereiche oder Gewerke komplett erneuert, während der Rest der Wohnung weitgehend unverändert bleibt. Im Gegensatz zur Renovierung, die nur Oberflächen betrifft, geht die Teilsanierung in die Tiefe: neue Leitungen, neue Anschlüsse, kompletter Neuaufbau des betreffenden Bereichs.

 

Typische Teilsanierungen:

  • Badsanierung: Komplett neues Bad mit Fliesen, Sanitär, Leitungen
  • Küchensanierung: Neue Anschlüsse, Elektrik, Einbauküche
  • Elektrosanierung: Neue Verkabelung, Sicherungskasten, Steckdosen
  • Bodensanierung: Alle Böden erneuern, ggf. mit Estrich
  • Fenstertausch: Alle Fenster erneuern inkl. Leibungen
  • Einzelne Räume: Ein Zimmer komplett neu – Boden, Wände, Elektrik

Die häufigsten Teilsanierungen im Detail

Badsanierung

Das Bad ist der häufigste Kandidat für eine Teilsanierung. Veraltete Fliesen, undichte Fugen, ineffiziente Sanitärobjekte – nach 25-30 Jahren ist ein Bad typischerweise am Ende. Eine Komplettsanierung umfasst: Rückbau der alten Ausstattung, Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen, neue Elektrik, Abdichtung, Fliesen, Sanitärobjekte und Armaturen.

Dauer: 2-4 Wochen je nach Größe und Aufwand

Kosten: 8.000-20.000 € für ein typisches Berliner Bad (4-8 m²)

Küchensanierung

Eine Küchensanierung geht über den Austausch der Einbauküche hinaus. Sie umfasst neue Elektroanschlüsse (Herd, Spülmaschine, Kühlschrank), Wasseranschlüsse für Spüle und Spülmaschine, ausreichend Steckdosen und oft auch neue Böden und Wandgestaltung. Bei älteren Wohnungen ist die Elektrik oft unterdimensioniert – ein moderner Herd braucht einen eigenen Starkstromanschluss.

Dauer: 1-3 Wochen ohne Einbauküche, mit Küche 2-4 Wochen

Kosten: 5.000-15.000 € für Sanierung (ohne Einbauküche), Küche 3.000-20.000 € zusätzlich

Elektrosanierung

Alte Elektrik ist nicht nur ineffizient, sondern kann gefährlich sein. Aluminiumleitungen, zu wenige Stromkreise, fehlender FI-Schutz – in vielen Altbauwohnungen entspricht die Elektrik nicht mehr dem Stand der Technik. Eine Elektrosanierung erneuert die komplette Verkabelung, den Sicherungskasten und alle Steckdosen und Schalter.

Dauer: 3-7 Tage für eine Wohnung, plus Malerarbeiten danach

Kosten: 80-120 €/m² für komplette Neuverkabelung (60 m² Wohnung: 5.000-7.000 €)

Bodensanierung

Wenn alle Böden erneuert werden sollen – sei es wegen Schäden, Asbest in alten Belägen oder einfach veralteter Optik – ist das eine eigene Teilsanierung. Sie umfasst das Entfernen alter Beläge, ggf. Estricharbeiten und das Verlegen neuer Böden. Bei Parkett kann oft eine Restaurierung statt Austausch ausreichen.

Dauer: 1-2 Wochen für eine Wohnung (ohne Estrichtrocknung)

Kosten: 40-150 €/m² je nach Material (60 m² Wohnung: 2.500-9.000 €)

Richtig priorisieren

Wenn das Budget nicht für alles reicht, müssen Sie priorisieren. Nicht alle Sanierungen sind gleich dringend – manche sind Komfortfragen, andere Sicherheitsfragen.

Priorität 1 – Sicherheit und Substanz: Elektrik (wenn gefährlich), undichte Wasserleitungen, Feuchteschäden. Hier ist Handeln nicht optional.

 

Priorisierungsrahmen:

  • Sofort: Sicherheitsmängel bei Elektrik, akute Wasserschäden, Schimmelprobleme
  • Bald: Veraltetes Bad ohne Abdichtung, undichte Fenster, unzureichende Elektrik
  • Mittelfristig: Optisch veraltete Bereiche, ineffiziente Heizung, abgenutzte Böden
  • Kann warten: Rein kosmetische Mängel, intakte aber altmodische Ausstattung

Häufige Frage: Bad oder Elektrik zuerst?

Wenn die Elektrik gefährlich ist (Aluleitungen, kein FI-Schutz, häufig auslösende Sicherungen), hat sie Priorität. Wenn die Elektrik funktioniert, aber veraltet ist, kann das Bad zuerst kommen. Wichtig: Bei einer Badsanierung wird die Elektrik im Bad ohnehin erneuert – ein guter Zeitpunkt, auch den Rest prüfen zu lassen.

Sinnvolle Kombinationen

Manche Arbeiten sollten zusammen erledigt werden, weil sie sich gegenseitig bedingen oder weil die Kombination günstiger ist als getrennte Ausführung.

  • Elektrik + Bad: Im Bad muss die Elektrik ohnehin erneuert werden. Wenn die restliche Wohnung auch eine neue Elektrik braucht, ist es sinnvoll, beides zusammen zu machen.
  • Böden + Malerarbeiten: Erst die Wände, dann die Böden – die Abfolge ist ohnehin festgelegt. Zusammen günstiger als zweimal Handwerker bestellen.
  • Bad + Küche: Wenn beide Sanitärbereiche saniert werden, sind die Rohrleitungen oft zusammenhängend. Ein Projekt statt zwei spart Koordinationsaufwand.
  • Fenster + Fassadendämmung: Wenn ohnehin gedämmt wird, sollten die Fenster gleichzeitig getauscht werden – die Anschlüsse passen dann zusammen.

Planungstipp: Auch wenn Sie schrittweise sanieren, sollten Sie von Anfang an das Gesamtbild im Blick haben. Wo werden später Leitungen gebraucht? Welche Wände könnten noch geöffnet werden? Mit einem Sanierungsfahrplan vermeiden Sie, dass Sie heute Wände schließen, die Sie morgen wieder aufstemmen müssen.

Während der Sanierung wohnen bleiben?

Ein großer Vorteil der Teilsanierung: In vielen Fällen können Sie in der Wohnung bleiben. Das spart Hotelkosten und Stress. Allerdings gibt es Grenzen.

 

Häufige Frage: Kann ich während der Badsanierung wohnen bleiben?

Grundsätzlich ja, wenn Sie ein zweites Bad haben oder provisorische Lösungen akzeptieren (Waschbecken in der Küche, WC bei Nachbarn). Schwieriger wird es bei Elektrosanierung der ganzen Wohnung – tagelang ohne Strom ist kaum zumutbar. Bodensanierung ist oft möglich, wenn Sie raumweise vorgehen.

Kosten im Überblick

  • Badsanierung: 8.000-20.000 € (4-8 m²)
  • Küchensanierung: 5.000-15.000 € (ohne Einbauküche)
  • Elektrosanierung: 5.000-10.000 € (60-80 m² Wohnung)
  • Bodensanierung: 2.500-9.000 € (60 m²)
  • Fenstertausch: 3.000-8.000 € (5-8 Fenster)

Die Kosten variieren je nach Ausgangszustand, gewünschter Ausstattung und Berliner Bausubstanz. Altbauten mit besonderen Anforderungen liegen oft höher als Nachkriegsbauten.

 

Teilsanierung oder doch Komplettsanierung?

Die Teilsanierung ist nicht immer die wirtschaftlichste Lösung. Wenn mehrere Bereiche saniert werden müssen und die Substanz insgesamt in schlechtem Zustand ist, kann eine Komplettsanierung günstiger sein – weil Synergien genutzt werden und nur einmal Baustelle eingerichtet wird.

Faustformel: Wenn mehr als 60-70% der Wohnung saniert werden müssten, lohnt sich oft die Komplettsanierung. Bei ProjektX Ausbau beraten wir Sie ehrlich, welcher Weg für Ihre Situation der richtige ist.

 

Fazit: Klug investieren statt alles auf einmal

Eine Teilsanierung ist die pragmatische Alternative zur Komplettsanierung. Sie konzentrieren Ihr Budget dort, wo es den größten Effekt hat, und können schrittweise vorgehen. Der Schlüssel liegt in der richtigen Priorisierung und Planung – damit die einzelnen Schritte am Ende ein stimmiges Ganzes ergeben.

Ob Badsanierung, neue Elektrik oder komplette Bodenerneuerung – bei ProjektX Ausbau planen und koordinieren wir Ihre Teilsanierung in Berlin. Wir beraten Sie, was jetzt nötig ist, was warten kann und wie Sie Ihre Investition optimal einsetzen.

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