Coworking Space Ladenbau Berlin
Wie Sie einen Workspace schaffen, der mehr bietet als nur Schreibtische.
Berlin ist die Coworking-Hauptstadt Deutschlands. Nirgendwo sonst gibt es mehr Shared Offices, Flexible Workspaces und Creative Hubs. Für Betreiber bedeutet das: Der Markt ist groß, aber die Konkurrenz auch. Ein Coworking Space, der nur Schreibtische und WLAN bietet, geht unter. Erfolgreiche Spaces verkaufen ein Erlebnis – Community, Inspiration, Produktivität. Und dieses Erlebnis beginnt beim Raum.
Der Ausbau eines Coworking Space ist anspruchsvoller als klassischer Büroausbau. Sie gestalten nicht für ein Team mit bekannten Bedürfnissen, sondern für eine diverse Community mit unterschiedlichsten Arbeitsweisen. Freelancer neben Startup-Teams, Kreative neben Beratern, Introvertierte neben Netzwerkern. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie einen Coworking Space in Berlin gestalten, der all diese Menschen zusammenbringt – und begeistert.
Raumzonen: Die Anatomie eines Coworking Space
Ein erfolgreicher Coworking Space bietet verschiedene Zonen für verschiedene Bedürfnisse. Die Kunst liegt in der richtigen Balance – genug Vielfalt für alle Arbeitsweisen, aber keine Beliebigkeit. Jede Zone hat ihre Funktion und ihre Atmosphäre.
Die wichtigsten Zonen
- Hot Desk Area: Nicht-reservierte Arbeitsplätze für flexible Nutzung. Lebhaftere Zone, Kommunikation willkommen. Die Einstiegs-Membership für viele Members.
- Fixed Desk Area: Reservierte Arbeitsplätze mit persönlichem Stauraum. Ruhiger als Hot Desks, mehr Privatsphäre. Für Members, die regelmäßig kommen.
- Private Offices: Abgeschlossene Räume für Teams von 2-20 Personen. Der margenstarke Teil des Angebots. Gute Schalldämmung ist Pflicht.
- Focus Rooms: Kleine, ruhige Räume für konzentriertes Arbeiten. Buchbar für Stunden, nicht Tage.
- Phone Booths: Schallisolierte Kabinen für Telefonate und Videocalls. Unverzichtbar in offenen Flächen.
- Meeting Rooms: Buchbare Besprechungsräume verschiedener Größen. Von 4 Personen bis zum Workshop-Raum für 20.
- Community Area: Küche, Lounge, Café-Bereich. Das Herz des Spaces, wo Begegnungen stattfinden.
- Event Space: Flexible Fläche für Workshops, Vorträge, Networking-Events. Kann temporär aus anderen Zonen entstehen.
Häufige Frage: Wie verteile ich die Fläche?
Ein typischer Mix: 40-50% Arbeitsfläche (Hot Desks, Fixed Desks), 20-30% Private Offices, 15-20% Meeting Rooms und Focus Spaces, 15-20% Community-Fläche (Küche, Lounge, Event). Die genaue Verteilung hängt von Ihrer Zielgruppe und dem Standort ab – ein Space für Startups braucht mehr Team-Offices, einer für Freelancer mehr Hot Desks.
Hot Desks und Fixed Desks: Die Arbeitsfläche
Die offene Arbeitsfläche ist das Rückgrat des Coworking Space. Hier verbringen Members die meiste Zeit, hier entscheidet sich, ob sie produktiv arbeiten können und gerne wiederkommen.
Gestaltungsprinzipien
- Tischgrößen: Einzeltische (120-140 cm breit) für Hot Desks, breitere Tische für Fixed Desks mit mehr Ablagefläche. Höhenverstellbare Tische sind zunehmend Standard.
- Abstände: Mindestens 1,20 m zwischen Arbeitsplätzen, besser mehr. Zu eng führt zu Unbehagen und Konflikten.
- Strom und Daten: Jeder Platz braucht mindestens 2 Steckdosen, USB-Anschlüsse sind Bonus. WLAN muss überall einwandfrei funktionieren.
- Stauraum: Schließfächer für Hot Desk Members, Rollcontainer oder Schubladen für Fixed Desks.
- Zonierung: Visuelle Trennung zwischen lebhafteren und ruhigeren Bereichen, ohne harte Wände.
Kapazität vs. Komfort: Die Versuchung ist groß, möglichst viele Plätze unterzubringen. Widerstehen Sie ihr. Ein überfüllter Space fühlt sich billig an und vertreibt zahlende Members. 8-10 m² pro Arbeitsplatz ist ein guter Richtwert – inklusive anteiliger Nebenflächen.
Private Offices: Der Umsatzbringer
Private Offices für Teams sind oft das profitabelste Angebot eines Coworking Space. Teams zahlen Premium für Privatsphäre, Sicherheit und einen festen Ort, den sie ihr eigen nennen können. Die Gestaltung dieser Räume verdient besondere Aufmerksamkeit.
- Größen: Verschiedene Größen anbieten – von 2-4 Personen bis 15-20. Der Sweet Spot liegt oft bei 4-8 Personen.
- Schalldämmung: Gute Akustik ist nicht verhandelbar. Gespräche dürfen nicht nach außen dringen, Außenlärm nicht hinein.
- Glaswände: Ermöglichen Tageslicht und Sichtverbindung zum Space, ohne Offenheit zu verlieren. Milchglas oder Folien für Privatsphäre in Teilen.
- Branding: Teams wollen ihren Raum personalisieren. Ermöglichen Sie das – Magnetwände, Whiteboards, Möglichkeit für eigene Deko.
- Klimatisierung: Individuelle Temperaturregelung ist ein Plus, das Teams zu schätzen wissen.
Phone Booths und Focus Rooms
In offenen Coworking Spaces sind schallisolierte Rückzugsorte unverzichtbar. Phone Booths für kurze Telefonate, Focus Rooms für längere konzentrierte Arbeit – beide Elemente entscheiden über die Nutzbarkeit des Space für professionelle Arbeit.
Häufige Frage: Wie viele Phone Booths brauche ich?
Als Faustregel: Eine Phone Booth pro 15-20 Arbeitsplätze. Bei starker Nutzung durch Sales-Teams oder Berater eher mehr. Beobachten Sie die Auslastung nach der Eröffnung und rüsten Sie gegebenenfalls nach – modulare Booth-Systeme machen das möglich.
Community-Fläche: Wo der Space lebt
Die Community-Fläche unterscheidet einen Coworking Space vom reinen Shared Office. Hier entstehen die Begegnungen, Gespräche und Kooperationen, die Members nicht am heimischen Schreibtisch haben. Unterschätzen Sie diese Zone nicht – sie ist Teil des Produkts, das Sie verkaufen.
- Küche: Vollausgestattet mit Kühlschrank, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Spülmaschine. Die Qualität des Kaffees ist Gesprächsthema Nummer eins.
- Lounge: Bequeme Sofas und Sessel für informelle Gespräche oder entspanntes Arbeiten. Anders gestaltet als die Arbeitsbereiche.
- Café-Atmosphäre: Hohe Tische mit Barhockern, wie man sie aus Cafés kennt. Beliebter Arbeitsort für viele.
- Event-fähig: Die Community-Fläche sollte sich für abendliche Events umgestalten lassen – Möbel zur Seite, Platz für 50+ Personen.
Community-Tipp: Investieren Sie in eine hervorragende Kaffeemaschine und gute Bohnen. Kaffee ist der soziale Schmierstoff im Coworking – an der Maschine beginnen Gespräche, aus Gesprächen werden Kooperationen, aus Kooperationen wird Loyalität zum Space.
Akustik: Die größte Herausforderung
Viele Menschen auf einer Fläche, Telefonate, Gespräche, Tastaturen – Coworking Spaces sind von Natur aus laut. Ohne durchdachtes Akustikkonzept wird der Space unproduktiv und unattraktiv. Akustik muss von Anfang an geplant werden, nachträgliche Korrekturen sind teuer und oft unbefriedigend.
- Akustikdecken: Absorbieren Schall von oben, reduzieren Nachhall. Basis-Maßnahme für jeden Space.
- Teppichboden: Reduziert Trittschall und Reflexionen. Zumindest in den Arbeitsbereichen empfehlenswert.
- Akustikmöbel: Sofas, Paneele und Raumteiler mit schallabsorbierenden Eigenschaften.
- Zonierung: Räumliche Trennung von lauten und leisen Bereichen. Die Küche nicht neben den Focus Desks.
- Phone Booths: Kanalisieren Telefonate in geschlossene Räume statt in die offene Fläche.
Bei ProjektX Ausbau planen wir die Akustik von Anfang an mit. Wir wissen, welche Materialien wo wirken und wie Zonen sinnvoll getrennt werden. Ein akustisch gelungener Space ist ein produktiver Space.
Markenidentität: Der Space als Produkt
Anders als beim klassischen Büroausbau ist der Coworking Space selbst das Produkt. Seine Gestaltung transportiert die Marke, zieht die richtige Zielgruppe an und rechtfertigt den Preis. Ein durchdachtes Designkonzept ist daher keine Kür, sondern Pflicht.
Die Gestaltung sollte konsistent sein – von der Farbwelt über die Möbel bis zur Beschilderung. Members sollen den Space auf Instagram-Fotos wiedererkennen. Gleichzeitig muss er funktionieren: Die schönste Designwand nützt nichts, wenn man daneben nicht arbeiten kann.
Berliner Coworking-Standorte
Berlin bietet ideale Flächen für Coworking: Alte Fabrikhallen mit industriellem Charme, großzügige Altbau-Etagen, ehemalige Kaufhäuser. Der Charakter der Fläche prägt den Space – und sollte zur Zielgruppe passen. Ein Tech-Startup-Space in einer Kreuzberger Fabrik wirkt anders als ein Space für Freelancer in einem Prenzlauer-Berg-Altbau.
ProjektX Ausbau kennt die Berliner Coworking-Szene und unterstützt Sie von der Standortbewertung bis zur Eröffnung. Wir wissen, welche Flächen funktionieren und wo die Herausforderungen liegen – von der Statik für schwere Möbel bis zur Akustik in halligen Industrieräumen.
Fazit: Mehr als Schreibtische vermieten
Ein erfolgreicher Coworking Space verkauft kein Mobiliar, sondern ein Erlebnis: Produktivität, Community, Inspiration. Der Raum muss dieses Versprechen einlösen – durch kluge Zonierung, hervorragende Akustik und Gemeinschaftsflächen, die Begegnungen fördern. Wer das versteht, schafft einen Space, für den Members gerne zahlen und den sie weiterempfehlen.
Der Ausbau eines Coworking Space erfordert Erfahrung in der Balance von Dichte und Komfort, Offenheit und Privatsphäre, Design und Funktion. Mit ProjektX Ausbau haben Sie einen Partner, der diese Balance kennt und Ihren Space von der Konzeption bis zur Eröffnung begleitet.
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