Friseur Ladenbau Berlin

Wie Sie einen Salon schaffen, in dem sich Kunden und Team gleichermaßen wohlfühlen

Ein Friseurbesuch ist mehr als Haare schneiden. Er ist Auszeit, Verwöhnprogramm und oft auch Vertrauenssache. Die Kundin, die zwei Stunden für Farbe und Schnitt bei Ihnen verbringt, soll sich in dieser Zeit rundum wohlfühlen. Gleichzeitig muss Ihr Team effizient arbeiten können – ergonomisch, mit kurzen Wegen und allem Nötigen in Reichweite. Guter Salon-Ladenbau verbindet beide Anforderungen: Wohlfühlatmosphäre für die Kunden, optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter.

In Berlin ist die Konkurrenz unter Friseuren groß. Von der Edelboutique in Charlottenburg über den hippen Barbershop in Kreuzberg bis zum Familiensalon in Pankow – wer sich abheben will, braucht nicht nur gutes Handwerk, sondern auch einen überzeugenden Auftritt. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, worauf es beim Friseur-Ladenbau in Berlin ankommt.

Bedienplätze: Wo das Handwerk stattfindet

Die Styling-Stationen sind das Herzstück jedes Salons. Hier verbringen Ihre Kunden die meiste Zeit, hier zeigt sich Ihre Arbeit im Spiegel. Die Gestaltung der Bedienplätze beeinflusst sowohl das Kundenerlebnis als auch die Arbeitsergonomie Ihres Teams.

Elemente einer Styling-Station

  • Friseurstuhl: Höhenverstellbar, drehbar und bequem für längere Behandlungen. Die Qualität macht sich täglich bemerkbar – sparen Sie hier nicht am falschen Ende.
  • Spiegel: Groß genug, um den gesamten Kopf zu zeigen. Die Rahmengestaltung prägt den Stil des Salons. Hinterleuchtete Spiegel wirken modern und bieten gleichmäßiges Licht.
  • Bedienungstisch: Ablage für Werkzeuge, Produkte und Föhn. Schubladen für persönliche Utensilien jedes Mitarbeiters. Steckdosen in erreichbarer Höhe.
  • Fußstütze: Für Kinder und kleinere Erwachsene unverzichtbar.

Platzbedarf: Pro Bedienplatz sollten Sie mindestens 6-8 m² einplanen, inklusive Bewegungsraum für den Friseur. Bei beengten Verhältnissen leidet die Arbeitsqualität und die Atmosphäre wirkt gedrängt.

 

Anordnung der Plätze

Die klassische Anordnung in Reihe an der Wand ist platzsparend und bietet gute Übersicht. Rücken an Rücken positionierte Plätze schaffen mehr Privatsphäre und eignen sich für größere Salons. Einzeln stehende Plätze wirken exklusiv, brauchen aber mehr Fläche. Die beste Lösung hängt von Ihrem Konzept und der verfügbaren Fläche ab.

Waschbereich: Der Ort der Entspannung

Der Waschplatz ist für viele Kunden der entspannendste Teil des Friseurbesuchs. Warmes Wasser, sanfte Kopfmassage, zurücklehnen und abschalten – dieser Moment prägt die Wahrnehmung des gesamten Besuchs. Die Gestaltung sollte diese Wohlfühlatmosphäre unterstützen.

Anforderungen an den Waschbereich

  • Waschbecken: Rückwärtswaschbecken mit ergonomischer Mulde für den Nacken. Tiefe Becken verhindern Spritzer.
  • Liegesessel: Bequem gepolstert, mit verstellbarer Rückenlehne und Beinauflage. Der Kunde soll entspannen, nicht verkrampfen.
  • Armatur: Einhebelmischer mit Handbrause. Thermostatarmatur verhindert Temperaturschwankungen.
  • Ablagefläche: Für Shampoo, Kur und Handtücher in Griffweite.

Der Waschbereich braucht Wasser- und Abwasseranschlüsse – ein kritischer Punkt besonders in Berliner Altbauten. Die Leitungswege sollten kurz sein, um Wartezeiten auf warmes Wasser zu vermeiden. Bei ProjektX Ausbau prüfen wir die sanitären Gegebenheiten zu Beginn jedes Projekts und planen die Waschplätze entsprechend.

 

Praxistipp: Ein leicht abgetrennter Waschbereich – etwa durch Raumteiler oder abgesenkte Decke – schafft eine intimere Atmosphäre und signalisiert: Hier beginnt die Entspannung.

Beleuchtung: Das A und O im Salon

In kaum einem Gewerbe ist Beleuchtung so entscheidend wie beim Friseur. Sie muss Haarfarben korrekt wiedergeben, Schnitte präzise erkennen lassen und gleichzeitig schmeichelhaft für die Kunden sein. Ein Balanceakt, der professionelle Lichtplanung erfordert.

Anforderungen an die Salonbeleuchtung

  • Farbwiedergabe: CRI-Wert von mindestens 90, idealerweise 95+. Nur dann können Sie Haarfarben beurteilen, wie sie im Tageslicht wirken. Bei schlechter Farbwiedergabe sieht die Farbe im Salon anders aus als draußen.
  • Helligkeit: Am Bedienplatz mindestens 500 Lux für präzises Arbeiten. Im Wartebereich darf es gedämpfter sein.
  • Richtung: Licht von vorne und leicht seitlich schmeichelt dem Gesicht. Licht nur von oben wirft unvorteilhafte Schatten.
  • Farbtemperatur: Neutralweiß bis warmweiß (3.500-4.000 Kelvin) ist ideal. Zu kaltes Licht wirkt ungemütlich, zu warmes verfälscht Farben.

Spiegel-Beleuchtung: Hinterleuchtete Spiegel oder seitliche Lichtleisten bieten gleichmäßige, schattenfreie Ausleuchtung des Gesichts. Die Investition lohnt sich – für die Arbeit und für Kunden-Selfies.

 

Bodenbelag: Praktisch und stilvoll

Der Boden im Friseursalon muss einiges aushalten: ständiges Begehen, fallende Haare, Wasserspritzer, rollende Stühle und regelmäßige Reinigung. Gleichzeitig prägt er den optischen Eindruck erheblich. Die Wahl des richtigen Bodenbelags ist eine wichtige Entscheidung.

Anforderungen an den Salonboden

  • Leicht zu reinigen: Haare müssen sich einfach zusammenfegen lassen. Fugen und Strukturen, in denen sich Haare verfangen, sind problematisch.
  • Rutschfest: Auch bei Nässe im Waschbereich muss der Boden sicher begehbar sein.
  • Strapazierfähig: Rollstuhlrollen, Stöckelschuhe und häufiges Wischen beanspruchen den Belag stark.
  • Ergonomisch: Wer den ganzen Tag steht, braucht einen Boden mit leichter Federung. Harter Beton oder Fliesen belasten Rücken und Gelenke.

Vinyl und Designböden sind beliebte Lösungen: strapazierfähig, pflegeleicht und in vielen Designs erhältlich. Fliesen funktionieren im Waschbereich gut, sind aber weniger fußfreundlich. Hochwertiges Laminat kann eine Option sein, ist aber empfindlich gegen Feuchtigkeit.

Wartebereich und Rezeption

Der erste Eindruck zählt – und der entsteht oft im Wartebereich. Hier ankommen, Platz nehmen, sich umschauen. Der Wartebereich sollte einladend sein und einen Vorgeschmack auf das Salonerlebnis bieten.

  • Sitzgelegenheiten: Bequem, aber nicht zu einladend zum Einschlafen. Sofas oder Sessel je nach verfügbarem Platz.
  • Garderobe: Haken oder Ständer für Jacken und Taschen. In kleineren Salons oft integriert in den Wartebereich.
  • Lesematerial/Entertainment: Zeitschriften, Tablets oder ein Fernseher verkürzen die Wartezeit.
  • Getränke: Kaffee, Wasser oder Sekt – kleine Aufmerksamkeiten, die im Gedächtnis bleiben.

Die Rezeption verbindet Empfang, Kasse und oft auch Produktverkauf. Sie sollte übersichtlich sein, ohne zu dominant zu wirken. Stauraum für Terminkalender, Kasse und Verkaufsprodukte muss eingeplant werden.

Stauraum: Ordnung hinter den Kulissen

Ein aufgeräumter Salon wirkt professionell. Dafür braucht es ausreichend Stauraum – für Produkte, Handtücher, Umhänge, Reinigungsmittel und die persönlichen Sachen der Mitarbeiter. Oft wird dieser Aspekt unterschätzt, und später fehlt Platz für das Nötigste.

Einbauschränke an ungenutzten Wandflächen, Unterschränke unter den Bedienplätzen und ein separater Lagerraum für Großgebinde schaffen Ordnung. Die Handtücher sollten griffbereit, aber nicht sichtbar für Kunden gelagert werden.

Elektrik: Vorbereitung auf den Alltag

Ein Friseursalon braucht viele Steckdosen – mehr als die meisten anderen Gewerbe. Föhne, Glätteisen, Lockenstäbe, elektrische Rasierer, Trimmer und die Beleuchtung der Spiegel laufen oft gleichzeitig. Die Elektroinstallation muss darauf ausgelegt sein.

Planungsregel: Mindestens 2-3 Steckdosen pro Bedienplatz, davon mindestens eine auf Arbeitshöhe. Im Waschbereich Feuchtraumsteckdosen. Ausreichend Stromkreise, damit nicht ständig Sicherungen fliegen.

 

Berliner Besonderheiten

Berlin bietet Friseuren vielfältige Möglichkeiten – vom etablierten Kiez-Salon bis zum Instagram-tauglichen Concept-Store. Die Ladenflächen sind oft herausfordernd: Altbauten mit hohen Decken und verwinkelten Grundrissen, eingeschränkte Sanitärinstallationen oder Denkmalschutzauflagen.

Besonders die Wasserversorgung ist in vielen Altbauten ein Thema. Alte Leitungen, niedriger Wasserdruck oder lange Wege zum Warmwasser können die Planung beeinflussen. ProjektX Ausbau kennt diese Berliner Gegebenheiten und findet Lösungen, die funktionieren – technisch und optisch.

Fazit: Ihr Salon als Wohlfühlort

Ein erfolgreicher Friseursalon verbindet Handwerk mit Atmosphäre. Die Einrichtung muss den Arbeitsalltag erleichtern, Kunden begeistern und Ihre Persönlichkeit als Friseur widerspiegeln. Von den ergonomischen Bedienplätzen über den entspannenden Waschbereich bis zur perfekten Beleuchtung – jedes Detail trägt zum Gesamterlebnis bei.

Mit professioneller Planung und Umsetzung wird Ihr Salon zu einem Ort, an dem Menschen gerne Zeit verbringen. ProjektX Ausbau begleitet Friseure in Berlin von der ersten Idee bis zur Eröffnung – mit Verständnis für die besonderen Anforderungen der Branche und Erfahrung in der Umsetzung anspruchsvoller Salonkonzepte.

 

Ihr Friseursalon mit ProjektX Ausbau

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